Quietschis.de

Hier möchte ich an mehrere Hunde erinnern, die meiner Tante und meinem Onkel gehörten und die auch mir sehr wichtig waren:

Achmed, der afghanische Windhund, der Champion, sein richtiger Name: Bachus de Ibn-er-Rahman

Die Daten von Achmed habe ich aus dem Internet, irgendwie habe ich einige Daten über ihn gefunden, da ich seinen Namen nie vergessen hatte und mich noch an seine Mutter Afra und seinen Bruder Ali erinnern konnte, denn diese hatte ich damals auch kennengelernt. Da ich jetzt noch die Daten im Internet gefunden habe, zeigt, dass Achmed aus seiner bekannten Hundelinie entstammt. Geboren wurde Achmed am 26.10.1965

Die Bilder sind aus den Jahren 1967 und 1968

Das bin ich, voller Stolz mit Achmed an der Leine, denn er war ein Superchampion, der viele Rennen im In- und Ausland gewonnen hatte. Beim Besuch bei meiner Tante und meinem Onkel durfte ich dann zum Training mit und auch manchmal zu Rennen, was ich total spannend fand. 

Er war wirklich ein ganz schneller Afghane, allerdings kam er erst mit ca. einem Jahr zu meiner Tante und hatte vorher wohl nichts Schönes erlebt, denn er war mit Vorsicht zu genießen. Ich hatte immer sehr viel Respekt vor ihm, denn ab und zu knurrte er, besonders, wenn er dösend direkt vor dem Wohnzimmer lag. Und das war sein Lieblingsplatz...

Zumeiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht weiß, wann und wie er über die RBB gegangen ist. Ich war halt ein Kind und meine Tante und mein Onkel wohnten 400 km entfernt. An die Information, dass Achmed gestorben ist, kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern, wie an so vieles, was man als Kind erlebt oder erfährt, aber als Erwachsener vergessen hat. Ich kann mich nur sehr gut an den lebenden Achmed erinnern und das sind schöne Erinnerungen, an einen wunderschönen und liebenswerten, pfeilschnellen  Hund.


Siegerehrung - Achmed auf dem Siegertreppchen als Erster in Solingen




Shari, die Windhündin, die keine Lust auf Rennen hatte und Amor, der lustige Cockerspaniel, der Bälle liebte

Die Fotos sind aus dem Jahr 1976















Nachdem Achmed über die Regenbogenbrücke gegangen war, kam Shari zu meiner Tante und meinem Onkel. Sie war von der Veranlagung noch viel schneller als Achmed und hätte noch mehr Preise gewinnen können, wenn nicht, ja wenn sie nicht immer die Lust am Laufen verloren hätte. Mit den mitlaufenden Hunden wollte sie dann lieber raufen oder ein bißchen beißen, deswegen wurde sie oft disqualifiziert und ich glaube, irgendwann hat meine Tante es auch aufgegeben. Mit Shari konnte man schmusen und da ich älter war, durfte ich sie auch alleine an der Leine führen.
Leider wurde sie dann krank, eine Herzgeschichte, ich erinnere mich noch daran, dass meine Tante meine Familie mit ihr besuchte und Shari dann öfter umfiel, allerdings vergingen diese Attacken dann sehr schnell. Irgendwann ging sie dann auch über die RBB, auch hier weiß ich nicht, wann und wie, was mir jetzt natürlich fürchterlich leid tut. Aber auch die Erinnerungen an diese süße Dame sind noch immer präsent.


 
Dieser goldige Cocker ist Amor. Ursprünglich war er der Hund meiner Cousine, aber dann blieb er aus irgendwelchen Gründen immer bei meiner Tante und hatte dort ein prima Leben. Er hatte immer einen Hundekumpel und war ja so anders als die sensiblen Afghanen. Amor konnte stundenlang Bällchenspielen und wie alle Cocker war er immer in Aktion. SeinSchwänzchen ging ständig hin und her, einfach süß.
Ich habe die letzten Tage gegrübelt, wie er über die RBB gegangen ist, ich glaube, auch er war krank. Und wie das so mit den Erinnerungen ist, manchmal huschen sie vorbei und sind unklar. Ich glaube, es war in den Sommerferien, in denen ich wieder mal zu Gast bei meiner Tante war, mein Onkel und meine Tante sind zum Tierarzt gefahren und kamen mit Amor wieder, der in eine Decke gehüllt war.  Das muss so 1976 gewesen sein, denn aus diesem Jahr sind die letzen Fotos von dem niedlichen Amor, den ich nie vergessen werde, er war ein toller Spielkamerad und ein wunderschöner Hund obendrein!

Noch immer denke ich gerne an die Zeit mit diesenHunden zurück, denn sie bedeuteten für mich sehr viel, sie standen für meine Kindheit, für ein unbeschwertes Leben und viel Liebe.
Erst wenn man älter geworde
n ist, weiß man diese Güter so richtig zu schätzen.